Mitten in der Altstadt von Rom steht eines der beeindruckendsten Bauwerke der Antike: das Pantheon. Fast 2.000 Jahre nach seiner Errichtung fasziniert es noch immer mit seiner außergewöhnlichen Architektur und seinem nahezu unveränderten Erhaltungszustand. Ein Besuch gehört deshalb für viele Rom-Reisende zu den Höhepunkten eines Aufenthalts.
Geschichte des Pantheon in Rom
Die Geschichte des Pantheons reicht bis in die Zeit des römischen Kaisers Augustus zurück. Zwischen 27 und 25 v. Chr. ließ Marcus Agrippa an dieser Stelle den ersten Tempel errichten. Nach mehreren Bränden wurde das Bauwerk jedoch zerstört. Der heutige Bau entstand deshalb unter Kaiser Hadrian vermutlich zwischen 118 und 125 n. Chr. Obwohl Hadrian das Pantheon weitgehend neu errichten ließ, blieb die Inschrift auf dem Portikus erhalten, die bis heute an Agrippa erinnert.
Ursprünglich war das Pantheon den römischen Göttern gewidmet. Im Jahr 609 schenkte Kaiser Phokas das Gebäude dem Papst Bonifatius IV., der es zur Kirche Santa Maria ad Martyres weihen ließ. Diese Umwandlung gilt als einer der wichtigsten Gründe dafür, dass das Pantheon die Jahrhunderte nahezu unbeschadet überstanden hat, während viele andere Bauwerke der Antike verfielen oder als Steinbruch dienten.
Bis heute wird das Pantheon als Kirche genutzt. Gleichzeitig ist es Grabstätte bedeutender Persönlichkeiten, darunter der Renaissance-Maler Raffael sowie die italienischen Könige Viktor Emanuel II. und Umberto I. Damit verbindet das Bauwerk die Geschichte des antiken Roms mit der des modernen Italien auf einzigartige Weise.
Öffnungszeiten
Das Pantheon hat das ganze Jahr über geöffnet. Einzige Schließtage sind jeweils der 1. Januar sowie der 25. Dezember. Der letzte Einlass erfolgt 15 Minuten, bevor das Monument seine Tore schließt.
| Montag | 9:00 - 19:00 Uhr |
| Dienstag | 9:00 - 19:00 Uhr |
| Mittwoch | 9:00 - 19:00 Uhr |
| Donnerstag | 9:00 - 19:00 Uhr |
| Freitag | 9:00 - 19:00 Uhr |
| Samstag | 9:00 - 19:00 Uhr |
| Sonntag | 9:00 - 19:00 Uhr |
| 1. Januar + 25. Dezember | geschlossen |
| Feiertag in der Woche | 9:00 - 13:00 Uhr |
Wie lang sind die Wartezeiten am Pantheon?
Da das Pantheon das meistbesuchte Bauwerk Rom und Italiens ist (über 7 Millionen Besucher pro Jahr), kann es am Einlass zu deutlich längeren Wartezeiten kommen. Aber auch eine gute Nachricht gibt es – länger als 60 Minuten solltet ihr nie warten müssen, trotz der vielen Besucher.
Tickets & Preise
Seit dem 03. Juli 2023 kann das Pantheon in Rom nicht mehr kostenlos besucht werden. Erwachsene Personen ab 18 Jahren zahlen für das Eintrittsticket 7,00 Euro. Wer aber EU-Bürger im Alter von 18 - 25 Jahren ist, zahlt nur 2,00 Euro Eintritt. Alle Besucher unter 18 Jahren haben weiterhin freien Einlass ins Pantheon.
| Erwachsene (ab 18 Jahren) | 7,00 Euro |
| EU-Bürger (18 - 25 Jahre) | 2,00 Euro |
| Kinder & Jugendliche (unter 18 Jahren) | kostenlos |
| Audioguide | 10,00 Euro |
Wo kann ich Tickets für das Pantheon kaufen?
Tickets für das Pantheon können an den Kassen direkt am Pantheon gekauft werden. Hier müsst ihr euch aber mit längeren Wartezeiten aufgrund der sehr großen Nachfrage einstellen. Es ist (theoretisch) auch möglich, die Eintrittstickets online direkt auf der Homepage des Pantheon zu kaufen. Leider typisch italienisch funktioniert das so gut wie nie. Die beste Alternative dazu stellen externe Anbieter dar, die die Tickets auch online verkaufen und gleichzeitig im Preis einen Audioguide des Pantheons mit inkludiert haben. Diese Tickets beinhalten auch einen Fast-Track Zugang zum Pantheon, sodass ihr die Warteschlangen umgehen könnt.
Tickets online kaufen
Direkte Buchung, flexible Stornierung bis 24 Stunden vor dem Besuch.
Gibt es geführte Touren durch das Pantheon?
Ja, die gibt es. Ihr könnt euch aussuchen, ob ihr eine Tour mit einem Audioguide durch das Pantheon macht oder ob ihr euch lieber von einem Guide vor Ort alles erklären lasst.
Geführte Tour buchen
Inkl. Eintritt · kleine Gruppen · auf Deutsch verfügbar
Anfahrt & Lage
Das Pantheon befindet sich im Herzen des alten Roms und ist zu Fuß oder mit Bussen zu erreichen. Eine direkte Metroverbindung gibt es leider nicht. Zu Fuß sind es nur wenigen Minuten vom Trevi-Brunnen oder der Piazza Navona.
zu Fuß, keine direkte Metro
Highlights – Was du sehen solltest
Der Oculus als einzige Lichtquelle
Die kreisrunde Öffnung im Scheitel der Kuppel misst rund acht Meter im Durchmesser. Sie lässt Tageslicht und bei Regen auch Wasser direkt ins Innere fallen und sorgt für das wechselnde Lichtspiel im Pantheon.
Die größte unbewehrte Betonkuppel der Antike
Die Kuppel wurde ohne Stahlbewehrung errichtet. Ihre Stabilität verdankt sie der abgestuften Wandstärke und einem unterschiedlich zusammengesetzten Betongemisch, das das Gewicht nach oben hin reduziert.
Die königlichen Grabmäler und Raffaels Ruhestätte
In den Nischen der Rotonda befinden sich die Grabmäler der italienischen Könige Vittorio Emanuele II. und Umberto I. sowie von Königin Margherita. Ebenfalls im Pantheon liegt das Grab des Malers Raffael, an dem bis heute regelmäßig frische Blumen niedergelegt werden.
Die monumentale Säulenvorhalle
Der Portikus mit seinen Granitsäulen bildet den Eingangsbereich des Pantheons. Seine Inschrift erinnert bis heute an Marcus Agrippa, der den ursprünglichen Tempel an dieser Stelle errichten ließ.
Häufige Fragen
Das heute erhaltene Pantheon entstand unter Kaiser Hadrian zwischen 118 und 125 n. Chr. Es ersetzte einen älteren Tempel, den Marcus Agrippa zwischen 27 und 25 v. Chr. errichten ließ und der später durch Brände zerstört wurde.
Seit dem 1. Juli 2026 zahlen Erwachsene 7 Euro Eintritt. Junge EU-Bürger zwischen 18 und 25 Jahren zahlen 2 Euro. Minderjährige und Einwohner Roms haben freien Eintritt.
Ja. Seit 2023 ist für den Besuch ein Eintrittsticket erforderlich. Eine Online-Reservierung empfiehlt sich vor allem an Wochenenden und in der Hauptsaison, um Wartezeiten zu vermeiden.
Ein Besuch ist täglich zwischen 9 und 19 Uhr möglich. Der letzte Einlass erfolgt etwa 30 Minuten vor Schließung.
Die Kuppel des Pantheons ist die größte unbewehrte Betonkonstruktion der Antike. Ihre Stabilität beruht auf einer abgestuften Wandstärke und einer für die damalige Zeit außergewöhnlichen Betonkonstruktion. Tageslicht gelangt ausschließlich durch den Oculus in den Innenraum.